15.10.2025 | Ecuador ist von einer neuen Serie koordinierter Gewaltakte erschüttert worden. Zwei Brücken entlang zentraler Verkehrsachsen des Landes wurden durch Explosionen schwer beschädigt.
Nach Angaben des Infrastrukturministeriums detonierten Sprengsätze an einer Brücke im Kanton Naranjal in der Provinz Guayas sowie an einer weiteren Verbindung zwischen den Provinzen Azuay und El Oro. Ziel der Täter sei es offenbar gewesen, den Verkehrsfluss zwischen Küsten- und Hochlandregionen massiv zu stören.
Innenminister John Reimberg sprach von einer möglichen Vergeltungsaktion krimineller Gruppen. Die Sicherheitsbehörden vermuten Verbindungen zur Bande Los Lobos sowie zur dissidenten FARC-Fraktion Oliver Sinisterra Front. Hintergrund seien jüngste Militäroperationen gegen illegale Goldminen im Norden des Landes.
Eine der betroffenen Brücken, die Puente Churute nahe Naranjal, erlitt strukturelle Schäden an ihrer Basis. Der zweite Anschlagsort befindet sich nach Behördenangaben im Bereich des Puente Mollepongo auf der strategisch wichtigen Verbindung zwischen Cuenca und Guayaquil. Beide Strecken wurden vorübergehend gesperrt.
Mit den jüngsten Explosionen verschärft sich der Druck auf die Regierung, ihre Sicherheitsstrategie weiter zu intensivieren. Beobachter gehen davon aus, dass Ecuador in den kommenden Monaten verstärkt militärische und polizeiliche Maßnahmen gegen organisierte Kriminalität ergreifen wird.