Montenegro verzeichnet im internationalen Vergleich ein moderates Terrorismusrisiko, ist jedoch als Teil des westbalkanischen Sicherheitsraums nicht vor externen Einflüssen gefeit. Während das Land bisher von klassischen terroristischen Anschlägen verschont geblieben ist, ergeben sich potenzielle Gefahren vor allem aus der digitalen Radikalisierung sowie aus der Rolle Montenegros als Transit- und Unterstützungsraum. Der Bericht analysiert, warum die Bedrohung weniger in einer aktiven inländischen Struktur liegt, sondern vielmehr in den Anschlussrisiken an regionale Extremismusnetzwerke.
Der Fokus der Sicherheitsbehörden liegt dabei besonders auf der Rückkehrerproblematik und der Prävention. Nach der signifikanten Beteiligung montenegrinischer Staatsangehöriger an ausländischen Konflikten in Syrien und im Irak wurden strenge Strafnormen implementiert und spezialisierte Einheiten zur Bekämpfung von Radikalisierung ins Leben gerufen. Der Download beleuchtet, wie sich Rekrutierungsprozesse zunehmend in den digitalen Raum verlagert haben und welche Maßnahmen das Land ergreift, um diesem Trend in einer technologisch vernetzten Gesellschaft effektiv zu begegnen.
