01.01.2020 | Die Türkei verfolgt in ihrem Kampf gegen den Terrorismus eine “Multiple-Priority-Strategie“, die darauf abzielt, die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) in der Türkei, Syrien und im Nordirak zu bekämpfen. Diese Strategie hat sich als effektiv erwiesen, indem sie die Kapazitäten der PKK für gewalttätige Angriffe erheblich eingeschränkt hat.
Im Jahr 2019 führte die Türkei über 109.000 Anti-Terror-Operationen durch, was zu einer Steigerung der Sicherheitsoperationen um 150 % führte. Diese Maßnahmen umfassten Straßensperren, Luftangriffe und die Zerschlagung von 321 terroristischen Verstecken.
Die PKK hat in den letzten Jahren eine Rückkehr zu einem aggressiveren Verhalten erlebt, ähnlich wie in den Jahren 1970 bis 1984, als sie aufgrund von Schwäche nicht in der Lage war, umfassende Angriffe durchzuführen. Die Organisation hat versucht, ihre Taktiken anzupassen, indem sie auf „Hit-and-Run“-Angriffe umschaltet und zunehmend auf psychologische Methoden zurückgreift, um neue Mitglieder zu rekrutieren, insbesondere unter Jugendlichen.
Ein weiterer Aspekt der türkischen Strategie ist die Unterstützung von Familien, die von der PKK betroffen sind. Im Rahmen eines Rehabilitationsprozesses wurden 214 junge Menschen aus den Fängen der PKK befreit. Trotz dieser Erfolge sieht sich die PKK mit einem drastischen Rückgang neuer Rekruten konfrontiert und hat sich von ideologischer Radikalisierung hin zu gewalttätiger Radikalisierung bewegt].
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Türkei durch ihre umfassenden Sicherheitsoperationen und strategischen Maßnahmen erhebliche Fortschritte im Kampf gegen den Terrorismus erzielt hat, während die PKK gezwungen ist, ihre Taktiken zu ändern und sich in einer defensiven Position befindet.