Terrorismus bleibt eine ernstzunehmende Bedrohung in Thailand, wobei verschiedene Akteure und Faktoren zur Gesamtlage beitragen.
Als beliebtes Reiseziel und regionales Drehkreuz ist das Land ein attraktives Ziel für internationale Terrororganisationen. Terroristische Gruppierungen zielen dabei auf ungeschützte oder verwundbare Ziele ab, darunter öffentliche Veranstaltungen, von Touristen frequentierte Orte, Gotteshäuser, Schulen, Parks, Einkaufszentren und öffentliche Verkehrsmittel. Sie setzen dabei verstärkt auf einfache Angriffsmethoden wie Messer, Schusswaffen und Fahrzeuge, um effektiv große Menschenmengen zu treffen.
Transnationale militante Gruppen wie der sogenannte “Islamische Staat” (IS) haben in der Vergangenheit Propagandamaterial auf Thai veröffentlicht, um lokale Anhänger zu rekrutieren. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko durch den anhaltenden separatistischen Aufstand in den südlichsten Provinzen Yala, Pattani, Narathiwat und Songkhla.
In den südlichen Grenzprovinzen kommt es regelmäßig zu kriminell und politisch motivierter Gewalt. Im Jahr 2021 wurden dort 318 Gewaltvorfälle gemeldet, darunter Schießereien, Bombenanschläge und andere Gewaltverbrechen, die 181 Opfer forderten. Die Behörden haben besondere Sicherheitsmaßnahmen wie Ausgangssperren und militärische Patrouillen eingeführt.