Die Bedrohung durch Terrorismus in Guinea wird derzeit als gering eingestuft. Es sind keine terroristischen Gruppierungen bekannt, die im Land operieren, und es gab bisher keine Angriffe auf ausländische Interessen.
Guinea beteiligt sich an regionalen Anti-Terror-Einsätzen, was das Land potenziell zu einem Ziel für militante Gruppen machen könnte. So stellt Guinea Truppen für die französisch geführte Operation gegen “Al-Qaida im islamischen Maghreb” (AQIM) in Nordmali sowie für die Friedensmission der “Afrikanischen Union in Somalia” (AMISOM) gegen die Al-Shabaab-Miliz. Beide Terrororganisationen haben in der Vergangenheit Vergeltungsanschläge gegen beteiligte Länder angedroht. Die geografische Entfernung zu den Operationsgebieten von Gruppen wie Al-Shabaab in Ostafrika mindert die unmittelbare Bedrohung.
Im Gegensatz könntre AQIM aufgrund der geografischen Nähe eine potenzielle Bedrohung darstellen. Nach einem Anschlag in der Elfenbeinküste 2016 drohte die Gruppe mit Vergeltung gegen Frankreich und seine Verbündeten. Mögliche Ziele in Guinea wären Hotels, Restaurants, Cafés und Einkaufszentren, die von Ausländern oder der guineischen Elite frequentiert werden.
Die Sicherheitskräfte und Rettungsdienste in Guinea gelten als unterausgestattet, unterfinanziert und unerprobt. Im Falle eines terroristischen Vorfalls wäre ihre Fähigkeit zu einer effektiven Reaktion wahrscheinlich eingeschränkt. Zudem könnten durchlässige Grenzen und eine schwache Strafverfolgung das Land anfällig für eine Infiltration durch extremistische Gruppen aus Nachbarländern machen.
Guinea beteiligt sich an regionalen Anti-Terror-Einsätzen, was das Land potenziell zu einem Ziel für militante Gruppen machen könnte. So stellt Guinea Truppen für die französisch geführte Operation gegen “Al-Qaida im islamischen Maghreb” (AQIM) in Nordmali sowie für die Friedensmission der “Afrikanischen Union in Somalia” (AMISOM) gegen die Al-Shabaab-Miliz.