Indien

Zwei Terroristen bei vereiteltem Infiltrationsversuch getötet

28.08.25 | Im nördlichen indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir sind zwei mutmaßliche Terroristen bei einem vereitelten Infiltrationsversuch an der Line of Control (LoC) im Grenzgebiet Naushehra Nard (Gurez, Distrikt Bandipora) getötet worden.

Sicherheitskräfte entdeckten verdächtige Aktivitäten und forderten die Eindringlinge auf, worauf diese das Feuer eröffneten. Daraufhin reagierten die Soldaten und töteten zwei der Angreifer.

https://www.newindianexpress.com/nation/2025/Aug/28/two-terrorists-killed-in-foiled-infiltration-bid-in-jks-bandipora?fbclid=IwY2xjawMc-7ZleHRuA2FlbQIxMQBicmlkETE4aElrQTZlTDZqdDBQUzNhAR6cpSUSGw6WC1miJQrwHqckNxi75pVPGleNBRhMzhwJ7IhjlWutIRDSMoLRrg_aem_Ad06GXYoyzVKrFDubCZERw.

Nach offiziellen Angaben haben Sicherheitsbehörden im Bundesstaat Bihar eine hohe Alarmstufe ausgerufen. Hintergrund ist ein Geheimdiensthinweis, demzufolge drei mutmaßliche Terroristen mit Verbindungen nach Pakistan über Nepal in das Bundesgebiet eingereist sein sollen.

Die Verdächtigen wurden als Hasnain Ali aus Rawalpindi, Adil Hussain aus Umerkot und Mohammad Usman aus Bahawalpur identifiziert. Informationen zufolge erreichten sie Kathmandu Mitte August und durchquerten in der dritten Augustwoche die Grenze zu Bihar.

Die lokalen Behörden reagieren mit erhöhter Polizeipräsenz sowie verstärkten Kontrollen an strategisch wichtigen Punkten. Insbesondere in der Hauptstadt Patna und in Wahlkreisen mit erhöhtem Besucheraufkommen wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingerichtet.

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Behörden warnen vor möglichen Terroraktivitäten

28.08.25 | Nach offiziellen Angaben haben Sicherheitsbehörden im Bundesstaat Bihar eine hohe Alarmstufe ausgerufen. Hintergrund ist ein Geheimdiensthinweis, demzufolge drei mutmaßliche Terroristen mit Verbindungen nach Pakistan über Nepal in das Bundesgebiet eingereist sein sollen.

Die Verdächtigen wurden als Hasnain Ali aus Rawalpindi, Adil Hussain aus Umerkot und Mohammad Usman aus Bahawalpur identifiziert. Informationen zufolge erreichten sie Kathmandu Mitte August und durchquerten in der dritten Augustwoche die Grenze zu Bihar.

Die lokalen Behörden reagieren mit erhöhter Polizeipräsenz sowie verstärkten Kontrollen an strategisch wichtigen Punkten. Insbesondere in der Hauptstadt Patna und in Wahlkreisen mit erhöhtem Besucheraufkommen wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingerichtet.

Eenadu (2025): High Alert in Bihar: బిహార్ లోకి చొరబడిన జైషే ఉగ్రవాదులు.. ఎన్నికల ముందు రాష్ట్రంలో హైఅలర్ట్. In: EENADU, 28. August 2025. Text abrufbar unter: https://www.eenadu.net/telugu-news/india/high-alert-in-bihar-after-intel-warns-of-3-pakistani-terrorists-entering-state-via-nepal/0700/125156667.
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Im nördlichen indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir sind zwei mutmaßliche Terroristen bei einem vereitelten Infiltrationsversuch an der Line of Control (LoC) im Grenzgebiet Naushehra Nard (Gurez, Distrikt Bandipora) getötet worden.

Sicherheitskräfte entdeckten verdächtige Aktivitäten und forderten die Eindringlinge auf, worauf diese das Feuer eröffneten. Daraufhin reagierten die Soldaten und töteten zwei der Angreifer.

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Anklage gegen Schlüsselhelfer des Khalistani-Terrornetzwerks

22.06.2025 | Die indische National Investigation Agency (NIA) hat Anklage gegen Jatinder Singh alias „Joti“ erhoben. Der aus dem Distrikt Gurdaspur stammende Verdächtige soll als ein zentraler Helfer von Lakhbir Singh alias „Landa“ – einem hochrangigen Terroristen der “Babbar Khalsa International” (BKI) – und dem berüchtigten Gangster Pavittar Batala fungiert haben .

Singh wurde bereits am 23. Dezember 2024 in Mumbai festgenommen. Den Ermittlungen zufolge war er maßgeblich an der Beschaffung und Lieferung von Schusswaffen aus Madhya Pradesh an BKI-unterstützte Gewalttäter in Punjab beteiligt. Die Waffenlieferungen sollen über ein Netzwerk von Mittelsmännern erfolgt sein, wobei verschlüsselte Apps und virtuelle Telefonnummern zur Tarnung verwendet wurden

Mit dieser Anklage rückt ein weiteres gemeinsames Netzwerk aus Terrororganisation und kriminellen Strukturen in den Fokus der Strafverfolgung: Es zeigt das systematische

PTI/PTI (2025): Punjab terror case: NIA chargesheets key aide of Khalistani terrorists. Deccan Herald. Text abrufbar unter: https://www.deccanherald.com/india/punjab/punjab-terror-case-nia-chargesheets-key-aide-of-khalistani-terrorists-3597357.

Die indische Nationale Ermittlungsbehörde (NIA) hat zwei Personen festgenommen, die mutmaßlich den Angreifern des tödlichen Terroranschlags in Pahalgam Unterschlupf gewährt haben. Laut NIA handelt es sich bei den drei Tätern um Mitglieder der pakistanischen Terrororganisation “Lashkar-e-Taiba” (LeT).

Die Verdächtigen sollen den Terroristen Unterkunft und Verpflegung bereitgestellt haben und stehen im Verdacht, aktiv bei der Vorbereitung der Attacke unterstützt zu haben.

Die Ermittlungen der NIA ergaben, dass alle drei Terroristen pakistanischer Herkunft waren – ein weiterer Beleg für die anhaltende Infiltration durch LeT über die Grenze hinweg. Die Operation verdeutlicht die enge Verbindung zwischen lokalen Unterstützern und ausländischen Terrorzellen.

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Festnahmen wegen Unterstützung pakistanischer LeT-Terroristen

22.06.2025 | Die indische Nationale Ermittlungsbehörde (NIA) hat zwei Personen festgenommen, die mutmaßlich den Angreifern des tödlichen Terroranschlags in Pahalgam Unterschlupf gewährt haben. Laut NIA handelt es sich bei den drei Tätern um Mitglieder der pakistanischen Terrororganisation “Lashkar-e-Taiba” (LeT).

Die Verdächtigen sollen den Terroristen Unterkunft und Verpflegung bereitgestellt haben und stehen im Verdacht, aktiv bei der Vorbereitung der Attacke unterstützt zu haben.

Die Ermittlungen der NIA ergaben, dass alle drei Terroristen pakistanischer Herkunft waren – ein weiterer Beleg für die anhaltende Infiltration durch LeT über die Grenze hinweg. Die Operation verdeutlicht die enge Verbindung zwischen lokalen Unterstützern und ausländischen Terrorzellen.

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Zwei Mitglieder eines IS-Schläferzellen am Flughafen Mumbai festgenommen

16.05.2025 | Die indische Anti-Terror-Behörde National Investigation Agency (NIA) hat am Chhatrapati Shivaji Maharaj International Airport in Mumbai zwei gesuchte Mitglieder eines IS-Schläferzellen-Moduls festgenommen. Die Verdächtigen waren nach Angaben der Polizei seit über zwei Jahren auf der Flucht und wurden nach ihrer Ankunft aus Indonesien verhaftet.

Laut NIA hatten beide Verdächtigen gemeinsam mit acht weiteren bereits festgenommenen Mitgliedern des IS geplant, durch terroristische Aktivitäten den Frieden und die gesellschaftliche Harmonie Indiens zu stören und im Sinne der ISIS-Agenda einen islamischen Staat zu errichten. Die Ermittlungen ergaben, dass sie 2022 und 2023 an einem Bombenbau-Workshop teilnahmen und eine kontrollierte Explosion zur Erprobung eines selbstgebauten Sprengsatzes im Dschungel von Pune durchführten.

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Drei Terroristen bei Gefecht mit Sicherheitskräften getötet
15.05.2025 | Bei einem Einsatz der Sicherheitskräfte im Tral-Gebiet des Bezirks Pulwama im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir sind drei mutmaßliche Terroristen getötet worden. Wie offizielle Stellen mitteilten, kam es zu einem Schusswechsel, nachdem die Streitkräfte Hinweise auf die Anwesenheit bewaffneter Extremisten erhalten hatten.
Der Einsatz ist Teil der anhaltenden Anti-Terror-Operationen der indischen Sicherheitsbehörden in der Region. Erst vor wenigen Tagen waren bei einer ähnlichen Aktion im Rahmen der „Operation Keller“ im benachbarten Distrikt Shopian drei Mitglieder der Terrororganisation Lashkar-e-Taiba ausgeschaltet worden.
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Indien verstärkt Bemühungen um UN-Terrorlistung der „The Resistance Front“
15.05.2025 | Indien hat seine diplomatischen Anstrengungen intensiviert, um die von Pakistan aus operierende Terrorgruppe „The Resistance Front“ (TRF), einen Ableger der “Lashkar-e-Taiba” (LeT), offiziell auf die Sanktionsliste der Vereinten Nationen setzen zu lassen. Hintergrund ist die mutmaßliche Beteiligung der TRF am Terroranschlag von Pahalgam im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir am 22. April, 2025 bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
Eine indische Delegation traf sich dazu in New York mit hochrangigen Vertretern des UN-Büros für Terrorismusbekämpfung (UNOCT) sowie der Exekutivdirektion des Anti-Terrorismus-Ausschusses (CTED). Ziel der Gespräche ist es, die internationale Gemeinschaft und insbesondere das Überwachungsteam des Sanktionsausschusses 1267 von der Einstufung der TRF als Terrororganisation zu überzeugen. Die indische Delegation koordiniert sich dabei eng mit weiteren Partnerstaaten innerhalb der Vereinten Nationen.
Indien betont, dass eine Listung der TRF als Terrororganisation ein entscheidender Schritt zur Eindämmung grenzüberschreitender Terroraktivitäten und zur Stärkung der internationalen Sicherheit wäre. Die Regierung appelliert an die internationale Staatengemeinschaft, gemeinsam entschlossen gegen Terrorismus und seine Unterstützer vorzugehen.

Nach dem Terroranschlag auf Touristen im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs am 22. April 2025, bei dem 26 Menschen getötet wurden, hat Indien seine militärischen Operationen gegen terroristische Ziele in Pakistan vorläufig eingestellt. Premierminister Narendra Modi betonte, dass diese Einsätze lediglich pausieren und künftige Maßnahmen vom Verhalten Pakistans abhängen werden. Im Rahmen der Operation “Sindoor” hatte Indien gezielte Luftangriffe auf mehrere mutmaßliche Terroristenlager in Pakistan und im pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs durchgeführt und nach eigenen
Angaben neun Lager zerstört.

Die Angriffe erfolgten als direkte Reaktion auf den Terroranschlag, für den Indien Pakistan eine Mitverantwortung zuschreibt. Islamabad weist jede Beteiligung an dem Anschlag zurück. Infolge der indischen Militäraktion kam es zu heftigen Gefechten und gegenseitigen Luftangriffen in den Grenzregionen.

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Indien setzt militärische Einsätze gegen Terrorismus in Pakistan vorerst aus

14.05.2025 | Nach dem Terroranschlag auf Touristen im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs am 22. April 2025, bei dem 26 Menschen getötet wurden, hat Indien seine militärischen Operationen gegen terroristische Ziele in Pakistan vorläufig eingestellt. Premierminister Narendra Modi betonte, dass diese Einsätze lediglich pausieren und künftige Maßnahmen vom Verhalten Pakistans abhängen werden. Im Rahmen der Operation “Sindoor” hatte Indien gezielte Luftangriffe auf mehrere mutmaßliche Terroristenlager in Pakistan und im pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs durchgeführt und nach eigenen
Angaben neun Lager zerstört.

Die Angriffe erfolgten als direkte Reaktion auf den Terroranschlag, für den Indien Pakistan eine Mitverantwortung zuschreibt. Islamabad weist jede Beteiligung an dem Anschlag zurück. Infolge der indischen Militäraktion kam es zu heftigen Gefechten und gegenseitigen Luftangriffen in den Grenzregionen.

Indien hat seine diplomatischen Anstrengungen intensiviert, um die von Pakistan aus operierende Terrorgruppe „The Resistance Front“ (TRF), einen Ableger der “Lashkar-e-Taiba” (LeT), offiziell auf die Sanktionsliste der Vereinten Nationen setzen zu lassen. Hintergrund ist die mutmaßliche Beteiligung der TRF am Terroranschlag von Pahalgam im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir am 22. April, 2025 bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
Eine indische Delegation traf sich dazu in New York mit hochrangigen Vertretern des UN-Büros für Terrorismusbekämpfung (UNOCT) sowie der Exekutivdirektion des Anti-Terrorismus-Ausschusses (CTED). Ziel der Gespräche ist es, die internationale Gemeinschaft und insbesondere das Überwachungsteam des Sanktionsausschusses 1267 von der Einstufung der TRF als Terrororganisation zu überzeugen. Die indische Delegation koordiniert sich dabei eng mit weiteren Partnerstaaten innerhalb der Vereinten Nationen.
Indien betont, dass eine Listung der TRF als Terrororganisation ein entscheidender Schritt zur Eindämmung grenzüberschreitender Terroraktivitäten und zur Stärkung der internationalen Sicherheit wäre. Die Regierung appelliert an die internationale Staatengemeinschaft, gemeinsam entschlossen gegen Terrorismus und seine Unterstützer vorzugehen.
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Indien setzt militärische Einsätze gegen Terrorismus in Pakistan vorerst aus

14.05.2025 | Nach dem Terroranschlag auf Touristen im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs am 22. April 2025, bei dem 26 Menschen getötet wurden, hat Indien seine militärischen Operationen gegen terroristische Ziele in Pakistan vorläufig eingestellt. Premierminister Narendra Modi betonte, dass diese Einsätze lediglich pausieren und künftige Maßnahmen vom Verhalten Pakistans abhängen werden. Im Rahmen der Operation “Sindoor” hatte Indien gezielte Luftangriffe auf mehrere mutmaßliche Terroristenlager in Pakistan und im pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs durchgeführt und nach eigenen Angaben neun Lager zerstört.

Die Angriffe erfolgten als direkte Reaktion auf den Terroranschlag, für den Indien Pakistan eine Mitverantwortung zuschreibt. Islamabad weist jede Beteiligung an dem Anschlag zurück. Infolge der indischen Militäraktion kam es zu heftigen Gefechten und gegenseitigen Luftangriffen in den Grenzregionen.

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Angriff auf Touristen

22.04.2025 | Vier bis fünf Militante eröffneten auf der Baisaran-Wiese in der Nähe von Pahalgam im indisch verwalteten Jammu und Kaschmir das Feuer auf eine Gruppe von Touristen. Dabei wurden mindestens 28 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Unter den Opfern befanden sich sowohl Touristen als auch Beamte.

Die “The Resistance Front ” (TRF), ein Ableger der militanten Gruppe Lashkar-e-Taiba, übernahm die Verantwortung für den Anschlag.

Überlebende berichteten, dass sich die Angreifer zunächst als Polizisten ausgaben und nach Namen fragten, bevor sie plötzlich das Feuer eröffneten und gezielt auf Männer schossen, während die meisten Frauen verschont blieben. Zeugenaussagen zufolge wählten die Angreifer Nicht-Muslime aus, forderten die Opfer auf, die Kalma zu rezitieren und sich auf die Beschneidung vorzubereiten. Wer dem nicht nachkam, wurde erschossen.

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Nach dem Ende der US-Militärkampagne gegen die Huthis am 6. Mai 2025 erklärte US-Präsident Donald Trump, die Gruppe habe „kapituliert“. Tatsächlich ist der Rückzug der USA jedoch ebenso sehr ein Eingeständnis des Scheiterns der Mission wie Ausdruck der Zurückhaltung, sich in einen noch tieferen Konflikt hineinziehen zu lassen.

Die USA begannen im Dezember 2023 mit Angriffen auf die bewaffnete Gruppe, um die Huthi-Angriffe im Roten Meer zu stoppen, die zwei Monate zuvor als Reaktion auf Israels Militäreinsatz im Gazastreifen begonnen hatten. Diese Angriffe führten dazu, dass der kommerzielle Schiffsverkehr durch den Suezkanal um 60–70 % zurückging.

Oberflächlich betrachtet scheinen die verstärkten US-Luftschläge zunächst erfolgreich gewesen zu sein, da die Huthi-Angriffe seit März weitgehend ausblieben. Doch dieser taktische Erfolg brachte keine strategischen Fortschritte: Trotz der massiven Angriffe konnten die Huthis weiterhin US-Ziele und Israel attackieren, und der Handelsschiffsverkehr hat sich bislang nicht spürbar erholt. Zudem nutzten die Huthis die US-Kampagne, um ihre Kontrolle im Inland zu festigen und feiern den US-Rückzug nun als eigenen Sieg. Ein ranghoher Huthi-Vertreter, Mohammed Abdul Salam, erklärte, Amerika habe „nachgegeben“.

Um die Schifffahrtsrouten im Roten Meer wiederherzustellen, müssen europäische und amerikanische Partner an einer nachhaltigen Lösung arbeiten. Es braucht Druck auf die Huthis, aber auch einen neuen politischen Prozess für den Jemen und die Behebung der akuten staatlichen Defizite des Landes. Nur so lässt sich die Machtbasis der Huthis schwächen und ihre militanten Aktivitäten eindämmen.

Innere Spannungen

Die Huthis kamen 2014 mit Gewalt an die Macht, übernahmen die Kontrolle über die Hauptstadt Sanaa und lösten einen siebenjährigen Bürgerkrieg aus, der zu einer der schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt führte – mit über 100.000 Todesopfern. Das Land ist seither faktisch geteilt: Der Norden und Westen stehen unter Kontrolle der Huthis, der Süden, Osten und Teile des Zentrums werden von der international anerkannten, aber zersplitterten Regierung in Aden verwaltet.

Trotz militärischer Überlegenheit und Kontrolle über mindestens 60 % der Bevölkerung fehlt den Huthis nationale Legitimität. Sie lehnten eine inklusive politische Lösung ab und scheiterten an der Bereitstellung grundlegender staatlicher Dienstleistungen. Die Bevölkerung leidet unter hohen Steuern, ausbleibenden Gehältern im öffentlichen Dienst und mangelhafter Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Wasser.

Im Dezember 2023 setzte das Welternährungsprogramm (WFP) seine humanitäre Hilfe für sechs Monate aus, da die Huthis die Verteilung für eigene Zwecke missbrauchten und bevorzugt Kämpferfamilien bedachten. Nach Wiederaufnahme der Hilfe erreichte das WFP nur noch 6,5 Millionen Menschen statt zuvor 9 Millionen.

Diese Missstände führten zu wachsendem Unmut und Protesten in Huthi-Gebieten. Im März 2023 kam es nach dem Tod eines Huthi-Kritikers in Haft zu Massenprotesten, und auch landesweite Feiertage wurden zum Anlass für Demonstrationen gegen die Gruppe, die mit Verhaftungswellen reagierte. Besonders nach dem von der UNO vermittelten Waffenstillstand im April 2022, der den ersten landesweiten Frieden seit sieben Jahren brachte, wurden die Regierungsdefizite der Huthis deutlich sichtbar. Dies schwächte ihre zuvor große interne Geschlossenheit, und Machtkämpfe zwischen führenden Huthi-Figuren wie Mohammed Ali al-Huthi und Ahmed Hamid traten offen zutage.

Wie die Huthis den Gaza-Krieg und US-Angriffe ausnutzten

Der Krieg in Gaza und die westlichen Gegenangriffe im Roten Meer boten den Huthi-Anführern die Möglichkeit, ihre Macht zu festigen. Die Gruppe nutzte die Situation, um die Bevölkerung in Kriegsbereitschaft zu halten, ihre ideologische Legitimation zu erneuern und Kritik an ihrer Regierungsführung zu unterdrücken.

Die Huthis unterstützten offen die Hamas-Operation gegen Israel im Oktober 2023 und starteten ihre eigene Kampagne „Schlacht der verheißenen Eroberung“ zur Unterstützung Gazas, zu der auch die Angriffe im Roten Meer gehörten. Im Inland intensivierten sie ihre religiöse und ideologische Propaganda, etwa durch Radiosendungen, Schulprogramme und regelmäßige Ansprachen ihres Anführers Abdulmalik al-Huthi, der immer wieder den „göttlichen Sieg“ beschwor. Siege gegen überlegene Gegner wie die saudisch geführte Koalition, die USA oder Israel werden als Beweis für diese göttliche Legitimität dargestellt.

Doch die Huthis setzten nicht nur auf Ideologie: Sie nutzten den Gaza-Krieg auch zur massiven militärischen Mobilisierung. Kurz nach Beginn der Krise starteten sie zweiwöchige Militärübungen, an denen im Dezember 2023 rund 16.000 Rekruten teilnahmen – ein Rekordwert, der ihre Absicht unterstreicht, die Gesellschaft weiter zu militarisieren.

Diese Machtkonsolidierung zeigte sich auch in der Regierungsstruktur: Im August 2024 installierten die Huthis eine ausschließlich aus eigenen Mitgliedern bestehende Regierung und schafften die richterliche Unabhängigkeit ab. Im Sommer 2024 häuften sich Festnahmen von UN- und NGO-Mitarbeitern, die in inszenierten Geständnissen für die Probleme des Landes verantwortlich gemacht wurden.

Die US-geführten Luftschläge verstärkten paradoxerweise diese Dynamik noch. Die Huthis sind es gewohnt, äußeren Druck zu widerstehen, und verfügen über eigene sowie iranisch unterstützte militärische Fähigkeiten. Trotz der Angriffe konnten sie weiterhin US-Schiffe attackieren, Drohnen abschießen und sogar Israels Hauptflughafen angreifen. Der US-Rückzug wird nun als weiterer „göttlicher Sieg“ inszeniert.

Jenseits militärischer Maßnahmen

Trotz jahrelanger Militärinterventionen – von der saudischen Invasion 2015 bis zu den aktuellen US-Angriffen – bleiben die Huthis die dominierende Kraft im Jemen. Die US-Luftschläge konnten zwar die Angriffe auf die Schifffahrt vorübergehend eindämmen, haben aber die strukturellen Ursachen für den Aufstieg und Machterhalt der Huthis nicht beseitigt. Im Gegenteil: Sie drohen, den Konflikt zu verlängern und die Huthis weiter zu verankern, wodurch der Spielraum für eine politische Lösung schrumpft.

Militärischer und wirtschaftlicher Druck kann Teil einer Strategie sein, um die Huthis an den Verhandlungstisch zu bringen. Doch ohne politische Perspektive wird dies nicht gelingen. Westliche Staaten, darunter die USA und europäische Länder, sollten daher verstärkt den jemenitischen Staatsaufbau unterstützen und Wege für einen politischen Dialog schaffen, etwa durch gerechtere Verteilung von Staatseinnahmen. Dabei ist enge Zusammenarbeit mit den Golfstaaten, insbesondere Saudi-Arabien, entscheidend.

Auch die international anerkannte Regierung muss dringend reformiert werden, um ihre Legitimität zu stärken: Verfassungsreformen, Aufbau professioneller Sicherheitskräfte, Bekämpfung von Korruption und lokale Verwaltungsreformen sind nötig. Die Golfstaaten könnten zudem mit wirtschaftlichen Anreizen wie Wiederaufbauhilfen und Arbeitsmöglichkeiten für Jemeniten die Attraktivität von Verhandlungen erhöhen.

Um die Angriffe im Roten Meer nachhaltig zu beenden, müssen die USA und ihre europäischen Partner in die Stabilisierung des Jemen investieren. Eine umfassende politische Strategie ist zwar komplexer als rein militärische Ansätze, aber sie ist der einzige Weg zu einer dauerhaften Lösung.

Das Ergenis der Angriffe der US-Luftwaffe auf EInrichtungen der Huthi im Jemen sind aus US-Sicht weniger überzeugend als erwartet. Die Rebellen haben zwar einige hochrangige Funktionäre verloren und wurden Drohnenfabriken der Rebellen zerstört sowie einige Nachschubwege über das Meer aus dem Iran und über Land aus dem Oman unterbrochen, empfindlich getroffen wurde Huthi aber nicht. Bunker und Waffendepots der Miliz hätten US-Angriffen bisher widerstanden. Zudem verfügen die die Huthis über riesige Vorräte an konventionellen Waffen. Zudem reichten den Rebellen schon ein paar Lkw-Ladungen eingeschmuggelter Raketen- und Drohnenteile, um die Angriffe auf die Schifffahrt monatelang fortzusetzen. Bei der US-Marine könnte hingegen bald die Präzisionsmunition knapp werden.

Die Huthis hatten im November 2023 mit Angriffen auf Handels- und Kriegsschiffe im Roten Meer begonnen, um der ebenfalls vom Iran unterstützten Hamas im Krieg gegen Israel zu helfen. Bei Inkrafttreten der Gaza-Waffenruhe am 19. Januar stellten die Huthis das Feuer ein, nahmen die Angriffe im März aber wieder auf, als Israel die Feuerpause beendete. 

Bei der Beschaffung ihrer Waffen stützen sich die Huthis auf Lieferungen aus dem Iran, auf Eigenbau und auf eroberte Arsenale der Regierung. Sie haben schätzungsweise 100.000 Kämpfer, die auf einen radikal antiwestlichen Kurs eingeschworen sind. „Gott ist groß, Tod den USA, Tod den Israelis, verflucht seien die Juden, der Islam soll siegen“, lautet ihr Motto. 

Auch politisch profitieren die Huthis von US-Militärschlägen. Ihr Fanatismus machte die schiitischen Rebellen in den vergangenen Jahren bei vielen Jemeniten unbeliebt, doch ihr Widerstand gegen die Weltmacht USA verbessert ihr Image. Die USA seien in den Augen vieler Jemeniten der Aggressor. So können die Huthis jetzt mehr neue Kämpfer anwerben als vor der Konfrontation mit den Amerikanern. Ohne einen Großangriff mit Bodentruppen, um die Huthis aus Sanaa und anderen Landesteilen zu vertreiben, dürften die Rebellen nicht zu beeindrucken sein.

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