Die ugandische Regierung verfügt über einen umfangreichen Sicherheitsapparat und verfolgt eine proaktive Anti-Terror-Strategie. In städtischen Zentren ist die Polizeipräsenz hoch, und Sicherheitskontrollen an Eingängen von Malls, Hotels und Verkehrsknotenpunkten gehören zum Standard. Der Anti-Terrorism Act gewährt den Behörden weitreichende Befugnisse, einschließlich der Verhängung schwerer Strafen bis hin zur Todesstrafe für terroristische Delikte (2024 verfassungskonform bestätigt).
Die Grenzen zu DRK und Südsudan werden militärisch überwacht, wobei das schwierige Terrain die Durchgängigkeit der Kontrollen einschränkt. Uganda arbeitet eng mit internationalen Partnern wie den USA, der EU und der UN zusammen. Kooperationen umfassen Trainings für Ermittler, Programme zur Terrorfinanzierungsbekämpfung und gemeinsame Militäroperationen, beispielsweise „Operation Shujaa“ mit der DRK. Zudem trägt Ugandas Engagement in Friedensmissionen in Somalia (AMISOM/ATMIS) zur internationalen Sicherheitskooperation bei, erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit von Racheakten durch Al-Shabaab.
Trotz der starken militärischen Präsenz bestehen Defizite im zivilen Krisenmanagement, insbesondere außerhalb von Kampala. Während spezialisierte Krankenhäuser in der Hauptstadt verfügbar sind, ist die medizinische Notfallversorgung in ländlichen Regionen oft unzureichend. Größere Anschläge könnten die Kapazitäten schnell überlasten.
Evakuierungs- und Krisenmanagementpläne existieren, werden jedoch durch chaotische Verkehrsverhältnisse und infrastrukturelle Engpässe erschwert. Reisenden und Organisationen wird dringend empfohlen, eigene autarke Kommunikations- und Evakuierungspläne zu unterhalten, z. B. mit Satellitentelefonen und lokalen Kontaktpersonen. In Nationalparks bestehen teilweise spezifische Evakuierungsrouten, doch die Umsetzung ist stark abhängig von lokaler Koordination.
Indien hat seine diplomatischen Anstrengungen intensiviert, um die von Pakistan aus operierende Terrorgruppe „The Resistance Front“ (TRF), einen Ableger der “Lashkar-e-Taiba” (LeT), offiziell auf die Sanktionsliste der Vereinten Nationen setzen zu lassen. Hintergrund ist die mutmaßliche Beteiligung der TRF am Terroranschlag von Pahalgam im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir am 22. April, 2025 bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
Eine indische Delegation traf sich dazu in New York mit hochrangigen Vertretern des UN-Büros für Terrorismusbekämpfung (UNOCT) sowie der Exekutivdirektion des Anti-Terrorismus-Ausschusses (CTED). Ziel der Gespräche ist es, die internationale Gemeinschaft und insbesondere das Überwachungsteam des Sanktionsausschusses 1267 von der Einstufung der TRF als Terrororganisation zu überzeugen. Die indische Delegation koordiniert sich dabei eng mit weiteren Partnerstaaten innerhalb der Vereinten Nationen.
Indien betont, dass eine Listung der TRF als Terrororganisation ein entscheidender Schritt zur Eindämmung grenzüberschreitender Terroraktivitäten und zur Stärkung der internationalen Sicherheit wäre. Die Regierung appelliert an die internationale Staatengemeinschaft, gemeinsam entschlossen gegen Terrorismus und seine Unterstützer vorzugehen.
Nach dem Terroranschlag auf Touristen im indisch kontrollierten Teil Kaschmirs am 22. April 2025, bei dem 26 Menschen getötet wurden, hat Indien seine militärischen Operationen gegen terroristische Ziele in Pakistan vorläufig eingestellt.
Premierminister Narendra Modi betonte, dass diese Einsätze lediglich pausieren und künftige Maßnahmen vom Verhalten Pakistans abhängen werden. Im Rahmen der Operation “Sindoor” hatte Indien gezielte Luftangriffe auf mehrere mutmaßliche Terroristenlager in Pakistan und im pakistanisch kontrollierten Teil Kaschmirs durchgeführt und nach eigenen Angaben neun Lager zerstört.
Die Angriffe erfolgten als direkte Reaktion auf den Terroranschlag, für den Indien Pakistan eine Mitverantwortung zuschreibt. Islamabad weist jede Beteiligung an dem Anschlag zurück. Infolge der indischen Militäraktion kam es zu heftigen Gefechten und gegenseitigen Luftangriffen in den Grenzregionen.
Uganda sieht sich einer persistierenden terroristischen Bedrohung ausgesetzt, deren Wurzeln sowohl historisch als auch transnational verankert sind. Historisch prägten Gruppen wie die “Lord’s Resistance Army” (LRA) unter Joseph Kony den Norden Ugandas bis in die 2000er Jahre durch Entführungen, Massaker und Zwangsrekrutierungen. Heute besteht die primäre Gefahr von den “Allied Democratic Forces” (ADF), einer ehemals ugandischen Rebellengruppe, die inzwischen vom Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) aus operiert und sich dem IS-Netzwerk unter dem Banner der “Islamic State Central Africa Province” (ISCAP) angeschlossen hat. Damit ist die ADF Teil eines globalen terroristischen Netzwerks.
Die Bedrohung wurde in den letzten Jahren mehrfach sichtbar: Bombenanschläge in Kampala 2010 (Al-Shabaab), 2021 und 2025 sowie gezielte Angriffe auf Sicherheitskräfte, Schulen und Dörfer in Grenzregionen wie Kasese, Fort Portal und im Umfeld des Kibale-Nationalparks. Auch Nationalparks sind betroffen; 2023 wurden im Queen-Elizabeth-Nationalpark Ausländer getötet. Transnationale Dimensionen ergeben sich durch Spillover aus regionalen Konflikten in der DRK und im Südsudan, durch Al-Shabaab-Racheakte aufgrund der Beteiligung ugandischer Truppen an Friedensmissionen in Somalia sowie durch IS-Propaganda, die lokale Radikalisierung begünstigt.
Die Terrorbedrohung ist geografisch differenziert:
Ein zunehmend relevanter Risikofaktor ist die innere Radikalisierung. Die ADF rekrutiert gezielt innerhalb marginalisierter Gemeinschaften und über soziale Medien. Rückkehrer aus Konfliktgebieten in der DRK oder Somalia bringen taktisches Know-how im Bereich Bombenbau und Guerillakriegsführung mit, was die Effektivität lokaler Anschläge erheblich steigert. Schläferzellen im Inland erhöhen die Komplexität und Unvorhersehbarkeit der Bedrohung.

Zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen
250917-kolumbien-04