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Anschlag tötet Präfekten und Familie

02.04.2025 | Im Westen des Nigers wurde nahe Torodi sieben Menschen bei einem gezielten Terroranschlag getötet, darunter der Präfekt der Region, Hauptmann Chaibou Mali, und mehrere Mitglieder seiner Familie. Der Angriff ereignete sich in einer seit Jahren von Gewalt geprägten Grenzregion. Behörden sprechen von einem gezielten Hinterhalt durch bewaffnete Gruppen mit mutmaßlich dschihadistischem Hintergrund.

Die Region Torodi, die im Dreiländereck zwischen Niger, Burkina Faso und Benin liegt gilt als besonders anfällig für Angriffe extremistischer Gruppen. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Konvoi des Präfekten gezielt angegriffen, wobei die Täter ein koordiniertes Vorgehen nutzten. Sicherheitskräfte trafen erst nach dem Angriff am Tatort ein.

Die Regierung in Niamey verurteilte die Tat scharf. In einer offiziellen Erklärung hieß es, es handele sich um „einen feigen und gezielten Angriff auf die staatliche Autorität und die Stabilität des Landes“. Gleichzeitig kündigten die Behörden an, die militärische Präsenz im Westen des Landes deutlich zu verstärken.

Die Region gehört zum erweiterten Operationsgebiet extremistischer Gruppierungen wie “Jama’at Nusrat al-Islam wa al-Muslimin (JNIM)” sowie des “Islamischer Staat in der Größeren Sahara” (IS-GS). Beide Organisationen sind bekannt für Angriffe auf staatliche Vertreter und zivile Einrichtungen. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass solche Anschläge gezielt darauf abzielen, die staatliche Kontrolle weiter zu schwächen und lokale Machtstrukturen zu destabilisieren.