Selbstmordanschlag fordert mindestens 56 Todesopfer

Selbstmordanschlag fordert mindestens 56 Todesopfer

30.07.2023 | Bei einem Selbstmordanschlag im Bajaur-Distrikt der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wurden mindestens 56 Menschen getötet und über 200 weitere verletzt. Ziel des Anschlags war ein Treffen der muslimisch-konservativen Partei Jamiat Ulema-e Islam-Fazl (JUI-F), die Teil der derzeitigen Regierungskoalition unter Premierminister Shehbaz Sharif ist.

Der südasiatische Ableger des Islamischen Staates (IS) “Islamischer Staat Khorasan” (IS-K) bekannte sich zu dem Anschlag und bezeichnete ihn als Teil ihres Kampfes gegen das demokratische System Pakistans. Premierminister Sharif verurteilte die Tat als Angriff auf die Demokratie in seinem Land. Die Attacke erfolgt in einer politisch angespannten Phase, da im Herbst Wahlen anstehen und eine Übergangsregierung zur Vorbereitung erwartet wird.

Die Tat wirft Fragen auf, da die JUI-F selbst eine ultrakonservative Partei mit islamistischen Verbindungen ist. Laut Experten betrachten Terrorgruppen wie IS-K islamistische Parteien, die am demokratischen Prozess teilnehmen, nicht als Verbündete, sondern als Feinde, da ihr Ziel die Errichtung eines islamischen Emirats in Pakistan ist.
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