Verhandlungen mit Abu Sayyaf abgebrochen

Verhandlungen mit Abu Sayyaf abgebrochen

12.05.2025 | Die geplanten offiziellen Verhandlungen zur Freilassung von 21 Geiseln auf der philippinischen Insel Jolo sind gescheitert. Der Chefunterhändler der Regierung wartete über vier Stunden vergeblich auf die Ankunft der Anführer der islamistischen Abu Sayyaf-Gruppe am vereinbarten Treffpunkt in Tuup, einem Dorf in der Provinz Sulu.

Hintergrund des Abbruchs waren offenbar die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen rund um das Verhandlungsgebiet: Rund 500 Polizisten bildeten einen doppelten Sicherheitskordon, während Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen das Areal umstellten. Laut einem Rebellenvertreter hatte sich Abu Sayyaf-Kommandant Radullan Sahirun bereits auf den Weg gemacht, kehrte jedoch um, nachdem er die starke Militärpräsenz bemerkte. Die Rebellen hatten zuvor gefordert, dass das Militär vom Verhandlungsort fernbleibt.

Die Abu Sayyaf halten derzeit 21 Geiseln aus sieben Nationen fest, darunter drei Deutsche, zwei Franzosen, zwei Finnen, ein südafrikanisches Ehepaar, eine Libanesin, neun Malaysier und zwei Filipinos. Die Entführten wurden am 23. April 2024 aus einem malaysischen Tauchresort auf Sipadan verschleppt.

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