25.08.25 | Bei einem gezielten Luftangriff in Niger ist ein ranghoher Anführer der Terrorgruppe Boko Haram ums Leben gekommen. Über den genauen Ort des Angriffs sowie über die beteiligten Kräfte wurden bislang keine weiteren Angaben gemacht.
02.08.2025 | Bei einem Angriff wurden 28 Milizionäre von Kämpfern des sogenannten “Islamischen Staates” (IS) getötet.
01.08.2025 | Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: Die Bedrohung durch den “Islamischen Staat” (IS) und al Qaida nimmt weltweit nicht ab – sie verlagert sich. Laut einem neuen Bericht, der Ende Juli 2025 dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt wurde, erleben beide Gruppen einen gefährlichen Aufschwung, insbesondere in Afrika und Syrien. Während ihre militärische Schlagkraft im Irak und Syrien seit Jahren geschwächt scheint, nutzen sie instabile Regionen, mangelnde Staatlichkeit und soziale Ungleichheit, um neue Einflussräume zu erschließen.
In Afrika wird die Lage besonders kritisch. Al Qaida-nahe Gruppierungen wie Jama’at Nasr al Islam wal Muslimin (JNIM) und die somalische al Shabab weiten ihren Einfluss aus – insbesondere in der Sahelzone, wo sie bereits teilweise Territorium kontrollieren. Gleichzeitig erstarkt der sogenannte „Islamische Staat in der Großen Sahara“ entlang der Grenzregionen zwischen Niger und Nigeria. Die UN sieht diese Entwicklung mit großer Sorge, da schwache staatliche Strukturen und fehlende Perspektiven für die Bevölkerung den Terrororganisationen idealen Nährboden bieten.
Auch Syrien bleibt ein zentrales Anliegen der internationalen Gemeinschaft. Trotz des weitgehenden militärischen Rückzugs der Extremisten wird das Land nach wie vor als Rückzugsort, Rekrutierungsraum und Planungszentrum für internationale Anschläge genutzt. Rund 5.000 ausländische Kämpfer halten sich noch immer in Syrien auf – viele davon in Haftlagern oder unter prekären Bedingungen, was ein langfristiges Sicherheitsrisiko birgt. Zudem gewinnen Gruppierungen wie “Hayat Tahrir al Sham” (HTS) zunehmend Kontrolle über Regionen im Nordwesten, wodurch neue Spannungen entstehen.
Zunehmend nutzen Terrorgruppen auch digitale Wege, um internationale Radikalisierungs- und Rekrutierungskampagnen durchzuführen. Der afghanische Ableger ISIL-K verbreitet seine Ideologie über soziale Medien und Messaging-Dienste weltweit. In der Folge kam es zu mehreren Anschlägen in Europa und Nordamerika – darunter ein Angriff in New Orleans sowie ein vereitelter Anschlag auf eine US-Militärbasis.
Die UN fordert ein Umdenken in der Terrorismusbekämpfung. Reine Militärstrategien greifen zu kurz – stattdessen müssten die Ursachen angegangen werden, etwa Armut, Jugendarbeitslosigkeit, schwache Bildungssysteme und fragile Institutionen. Der UN-Generalsekretär betonte daher die Bedeutung von langfristiger Entwicklungszusammenarbeit, besserer Regierungsführung und Investitionen in Gesundheit und Bildung. Nur so könne verhindert werden, dass extremistische Gruppen weiteren Zulauf erhalten.
Besonders besorgniserregend ist laut UN die ausgeklügelte Finanzierung der Terrornetzwerke: Mittels anonymer Geldtransfers, Cloud-basierter „Hawala“-Netzwerke, weiblicher Kuriere und „Drop Boxes“ mit Sicherheitscodes agieren sie weitgehend unsichtbar für klassische Finanzkontrollsysteme.
Die internationale Gemeinschaft steht nun vor der Herausforderung, effektive, koordinierte Strategien zu entwickeln – besonders in afrikanischen Brennpunkten. Eine stärkere Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, gemeinsame Grenzkontrollen, Informationsaustausch sowie die konsequente Bekämpfung von Geldwäsche und Waffenhandel sind zentrale Bausteine.
07.05.2025 | Die Hauptstadt Nigers steht vor einer ernsten Versorgungskrise: Dschihadistische Gruppen haben in den Wäldern nahe der Grenze zu Mali und Burkina Faso das Einschlagen von Holz vollständig unterbunden. Diese Holzzufuhr ist für rund 90 % der Haushalte in Niamey lebensnotwendig – sowohl zum Kochen als auch für festliche Anlässe wie Hochzeiten, Taufen oder das Zuckerfest Eid al-Adha.
Der drastische Rückgang der Brennstoffversorgung infolge gezielter Blockaden durch Terroristen hat nicht nur Kernbereiche der Alltagsversorgung lahmgelegt, sondern treibt auch die Preise in schwindelerregende Höhen. Ein Holzhaufen, der früher etwa 100 000 CFA (≃150 €) kostete, wird nun für 300 000 bis 350 000 CFA angeboten. Viele Familien, darunter auch Großfamilien wie Mutter Aissa mit sechs Kindern, wechseln daher auf günstigere – aber umweltschädlichere – Alternativen wie Holzkohle.¹
Die wirtschaftlichen Folgen belasten Händler und Verbraucher gleichermaßen: Der Jahresumsatz der Holzbranche in Niamey, einst über drei Milliarden CFA, befindet sich im freien Fall. Zugleich warnt die Umweltaktivistin Islamane Almoustapha vor einer drohenden ökologischen Katastrophe. Die unregelmäßige und ungesetzliche Holzentnahme an anderen Orten verschärft die Entwaldung in einem ohnehin schon ressourcenarmen Sahel-Gebiet.
Die nigrische Regierung versicherte, sie werde Sicherheitsmaßnahmen in den betroffenen Regionen verstärken. Doch die dschihadistische Präsenz bleibt stark, denn die Gruppen verfolgen ein bewusstes Ziel: Sie wollen nicht nur die staatliche Kontrolle unterminieren, sondern auch den Alltag der Bevölkerung destabilisieren.
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Das Al-Azhar-Observatorium zur Bekämpfung von Extremismus warnt vor wachsender islamistischer Radikalisierung in Lateinamerika, bisher als weitgehend frei von terroristischen Aktivitäten.
Laut einem Bericht nutzt die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) seine Verluste im Nahen Osten, um dort verstärkt Propaganda zu verbreiten – insbesondere in Regionen mit fragiler Sicherheitslage sowie wirtschaftlichen und sozialen Spannungen. Besonders betont wird der Trend hin zu „einsamen Wölfen“ und digitalem Terror, etwa über Plattformen wie Telegram und Instagram, auch mit konkreten Fällen in Argentinien, Uruguay, Ecuador und Brasilien, bei denen Rekrutierungsversuche, verdeckte Zellen und potenzielle Anschlagspläne aufkamen.
Der Bericht hebt hervor, dass nicht rein polizeiliche Maßnahmen ausreichen: Gefordert wird eine umfassende Strategie mit ideologischer Arbeit, Bildungsangeboten und verstärkter Zusammenarbeit sicherheits- und technikseitig unter den betroffenen Staaten.