Tote und Verletzte bei Anti-Terror-Operation

Tote und Verletzte bei Anti-Terror-Operation

4.03.2025 | Bei einer umfassenden Anti-Terror-Operation In der bewaldeten Sufain-Region im Bezirk Kathua in Jammu und Kaschmir  wurden Sieben Polizisten und vier Terroristen getötet. Fünf Sicherheitskräfte wurden verletzt.
Die jüngsten Kämpfe in der Region begannen in dem Waldgebiet  nahe der indischen Grenze zu Pakistan, nachdem eine Fußpatrouille der Polizei bei der Suche nach Kämpfern in einen Hinterhalt geraten war
Seit Jahrzehnten kämpfen Rebellengruppen gegen Sicherheitsbeamte in der Region, was zu Tausenden von Todesopfern geführt hat. Aber in den letzten Jahren hat die Gewalt nachgelassen.

Seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 haben sich in Syrien jihadistische Organisationen wie der „Islamische Staat“ (IS) und al-Qaida-nahe Fraktionen etabliert. Obwohl das territoriale Kalifat des IS 2019 verlorengegangen ist, operieren weiterhin verstreute Zellen und Aktivisten im ganzen Land. Sie führen Angriffe gegen Sicherheitskräfte und Zivilpersonen durch und nutzen sowohl urbane Schläferzellen als auch entlegene Wüstengebiete für asymmetrische Gewaltakte.

Neben dem IS sind „Hay’at Tahrir al-Sham“ (HTS), ein ehemals al-Qaida-verbundener Akteur, sowie kleinere militante Gruppen aktiv, die lokale oder regionale Ziele verfolgen. Die Rivalitäten zwischen diesen Gruppen und unterschiedlichen Milizen führen zu einer fragmentierten Sicherheitslandschaft. Transnationale Bedrohungen ergeben sich durch ausländische Kämpfer, regionale Stellvertreterkonflikte und grenzüberschreitende Netzwerke, wobei Syrien weiterhin als logistischer und symbolischer Referenzraum für jihadistische Akteure dient.

Die spezifischen Risiken variieren je nach Ziel, Geografie und Kontrolllage. In urbanen Zentren wie Damaskus, Aleppo und Homs bestehen erhöhte Gefahren durch improvisierte Sprengsätze, Selbstmordattentate, gezielte Tötungen sowie Angriffe auf staatliche Einrichtungen, religiöse Stätten und Infrastruktur. Ländliche Gebiete, insbesondere die Badia-Wüste, al-Hasaka, ar-Raqqa, Deir ez-Zour sowie der Nordwesten rund um Idlib und Hama, sind von Hinterhalten, Entführungen und Angriffen auf Kontrollpunkte geprägt.

Grenzregionen zu Irak, Türkei und Libanon sind anfällig für Schmuggel, Einschleusung von Kämpfern und grenzüberschreitende Gewalt. Typische Zielobjekte umfassen staatliche Einrichtungen, Sicherheitskräfte, Infrastrukturprojekte, internationale Hilfsorganisationen sowie religiöse Minderheiten wie Alawiten, Christen oder Drusen. Zusätzlich stellen Landminen und unexplodierte Kampfmittel ein indirektes, aber erhebliches Risiko für Bewegungen im Land dar.

Rückkehrer und radikalisierte Personen tragen ebenfalls zur Bedrohung bei. Nach dem Verlust territorialer Kontrolle des IS und dem Ende großflächiger Kämpfe kehren Binnenvertriebene und ausländische Flüchtlinge zurück, darunter auch radikalisierte Personen. Lager für Binnenvertriebene, Haftanstalten und sozioökonomisch marginalisierte Milieus dienen weiterhin als Rekrutierungspunkte. Die lokale Rekrutierung wird durch wirtschaftliche Not und geringe Perspektiven begünstigt. Radikalisierte Rückkehrer und deren Netzwerke erhöhen das Risiko schleichender Re-Radikalisierung und erneuter Mobilisierung, insbesondere in ehemals von Extremisten kontrollierten Gebieten.

Die Maßnahmen der Regierung und Sicherheitskräfte in Syrien sind fragmentiert und dezentral, da die nationale Kontrolle über große Teile des Staatsgebiets schwach ist. In einigen Regionen agieren staatliche Sicherheitskräfte, in anderen dominieren lokale Milizen oder bewaffnete Gruppierungen eigene Kontrollstrukturen. Polizeipräsenz und institutionelle Sicherheitskräfte sind, insbesondere außerhalb zentraler Städte, oft unzureichend oder nicht vorhanden. Anti-Terror-Gesetze und staatliche Rechtsdurchsetzung sind durch grundlegende Regierungsinstabilität beeinträchtigt. Internationale Kooperationen im Kampf gegen Terrorismus erfolgen vor allem durch militärische Operationen. Westliche Staaten wie die USA, Großbritannien und Frankreich führen wiederkehrende Luftangriffe und Spezialoperationen gegen IS-Ziele durch, um ein Wiedererstarken zu verhindern, und arbeiten mit lokalen Partnern zusammen, um terroristische Netzwerke zu identifizieren und zu bekämpfen. Grenzkontrollen zu den Nachbarstaaten sind angesichts poröser Grenzen herausfordernd, und externe Akteure wie die Türkei oder irakische Milizen beeinflussen die Sicherheitsdynamik zusätzlich.
 
Die syrische Übergangsregierung bemüht sich um die Konsolidierung ihrer Macht, steht jedoch vor dem Problem fragmentierter Sicherheitsstrukturen. Eine neue nationale Polizei wird mit internationaler Unterstützung, teilweise unter US- und türkischem Einfluss, aufgebaut, agiert jedoch noch lückenhaft. Im November 2025 wurden großangelegte Operationen gegen IS-Zellen in Süd- und Zentralsyrien durchgeführt. Die Grenzen zur Türkei und Jordanien werden verstärkt überwacht, während die Grenze zum Irak aufgrund der Wüstentopografie porös bleibt.
 
Punktuelle Kooperationen mit dem US-CENTCOM bei Luftschlägen gegen hochrangige Terrorziele bestehen, politische Differenzen über die Anerkennung der neuen Machthaber erschweren jedoch eine vollumfängliche internationale Zusammenarbeit. Regimenahe Kräfte, unterstützt durch Russland und pro-iranische Milizen, setzen auf militärische Kontrolle, Geheimdienststrukturen und Repressionsmaßnahmen, um Gegner als „Terroristen“ zu klassifizieren und jihadistische Gruppen zu zerschlagen. Kurdisch geführte Sicherheitskräfte im Nordosten operieren mit eigenständigen Anti-Terror-Strukturen gegen IS-Zellen, während die Türkei und verbundene Gruppen im Norden und Nordwesten unter dem Vorzeichen der Terrorismusbekämpfung zugleich gegen kurdische Organisationen vorgehen, die Ankara als terroristisch einstuft. Internationale Koalitionskräfte konzentrieren sich vor allem auf Luftschläge gegen IS-Infrastruktur, Unterstützung lokaler Partner und begrenzte Stabilisierungsmaßnahmen in vormals vom IS kontrollierten Gebieten, flankiert von diplomatischen und sanktionspolitischen Ansätzen.
 
Die Notfallvorsorge und das Krisenmanagement sind stark eingeschränkt. Die medizinische Infrastruktur ist nach Jahren des Krieges nur rudimentär funktionsfähig. Krankenhäuser, spezialisierte Trauma- und Intensivstationen sowie Rettungsdienste sind regional ungleich verteilt, vielfach beschädigt, überlastet oder auf internationale humanitäre Unterstützung angewiesen. Evakuierungspläne und koordinierte staatliche Maßnahmen existieren nur begrenzt. In umkämpften oder von nichtstaatlichen Akteuren kontrollierten Gebieten stützen sich Evakuierungs- und Schutzmechanismen auf lokale Strukturen, NGOs oder UN-Organisationen. In besser kontrollierten Zonen bestehen teilweise formalisierte Evakuierungsrouten und Notfallpläne. Die Kapazität, auf größere oder koordinierte Terroranschläge flächendeckend zu reagieren, ist begrenzt, wodurch auch kleinere Operationen erhebliche Auswirkungen entfalten können. Für ausländische Staatsangehörige bestehen weiterhin strikte Reisewarnungen; medizinische Evakuierungen auf dem Luftweg sind im Krisenfall nur eingeschränkt garantiert.

Der „Islamische Staat“ mag militärisch besiegt sein, doch in Nordsyrien bereitet er seine nächste Generation vor. Al-Hol, das größte Internierungslager der Region, ist zu einem strategischen Rückzugsraum und Rekrutierungszentrum geworden. Zehntausende Anhänger und ihre Kinder leben hier unter Bedingungen, die die Kontrolle der kurdischen Sicherheitskräfte überfordern. Frauen übernehmen zentrale Rollen in der ideologischen Weitergabe, Kinder werden systematisch indoktriniert, und IS-Strukturen bestimmen das soziale Leben im Lager.