20.09.2023 | Sicherheitsbehörden haben in Wien einen mutmaßlichen Terroranschlag durch einen radikalisierten Jugendlichen verhindert. Ein 17-jähriger Österreicher mit türkischen Wurzeln soll fest entschlossen gewesen sein, am Wiener Hauptbahnhof einen Anschlag mit einem Messer zu verüben. Der stark frequentierte Verkehrsknotenpunkt zählt täglich rund 145.000 Reisende und gilt als sensibler öffentlicher Raum. Nach Erkenntnissen aus Sicherheitskreisen brach der Jugendliche seine Tat zwar kurzfristig ab, wurde jedoch kurz darauf festgenommen und in Untersuchungshaft genommen.
Der junge Mann hatte sich laut Staatsschutz über das Internet radikalisiert und soll sich offen zur jihadistischen Ideologie bekannt haben. Unmittelbar vor dem geplanten Anschlag postete er demnach ein Foto von sich in Tarnkleidung mit Kampfmesser sowie eine Anschlagsdrohung in einer Chatgruppe, die er später zurückzog. Dennoch führte er das Messer mit sich und plante offenbar, zunächst mit einem lauten Knallkörper Panik unter Passantinnen und Passanten auszulösen, um anschließend zuzustechen.
Nach dem Abbruch seines Vorhabens übernachtete der Jugendliche in einer Moschee. Am darauffolgenden Tag wurde er von Spezialeinheiten der Polizei auf offener Straße festgenommen. Bei ihm wurde das mutmaßliche Tatmesser sichergestellt. In seiner Einvernahme zeigte sich der 17-Jährige geständig und gab an, seinen eigenen Tod bei dem geplanten Anschlag in Kauf genommen zu haben. Als Vorbild nannte er den Attentäter des Terroranschlags vom 2. November 2020 in der Wiener Innenstadt, bei dem vier Menschen getötet wurden.