--- In Vietnam gibt es wenig Anhaltspunkte dafür, dass das Land ein Ziel transnationaler Terrororganisationen werden könnte.. Historisch ging eine Gefahr von anti-kommunistischen Exilgruppen in den USA aus, darunter die Government of Free Vietnam (GFCL) und die Provisional National Government of Vietnam (PNGV). Deren Einfluss hat jedoch in den vergangenen Jahren stark nachgelassen. Dennoch bleibt ein Restrisiko für kleinere Anschläge durch radikale Dissidenten bestehen. Im Inland hat die Regierung mehrere oppositionelle Gruppen als Terrororganisationen eingestuft, darunter Viet Tan und Trieu Dai Viet. Diese Gruppierungen wurden in Verbindung gebracht mit kleineren Sprengstoffanschlägen, politisch motivierter Gewalt und mutmaßlichen Anschlagsplänen. Darüber hinaus stellen pro-autonome ethnische Minderheitengruppen in der Zentralhochlandregion ein mögliches Risiko dar. Auf regionaler Ebene sind islamistische Bewegungen in Südostasien, vor allem in Indonesien und den Philippinen, von wachsender Bedeutung. Zwar besteht ein theoretisches Risiko von Infiltration, doch wird dieses in Vietnam durch zwei Faktoren erheblich abgeschwächt: das Fehlen breiter Unterstützung für islamistischen Extremismus innerhalb der Bevölkerung, sowie die umfassende und strikte Sicherheitsinfrastruktur des vietnamesischen Staates.
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