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Razzia in Dortmunder Moscheeverein

11.03.2022 | Mit einer Razzia hat die Polizei das Verbot des als islamistisch eingestuften Moscheevereins “Islamischer Kulturverein Nural-Islam” in Dortmund durchgesetzt. Etwa 150 Polizisten durchsuchten die Moscheeräume und Wohnungen und beschlagnahmten Mobiltelefone, Laptops, Datenspeicher, ein Auto und Kontoguthaben in Höhe von 54.000 Euro. 

 Den Funktionären des Moscheevereins wird die Unterstützung der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) vorgeworfen. Bei Predigen soll gegen Andersgläubige gehetzt sowie Mitglieder und Moscheebesucher indoktrinierten worden seien.  Der Verein sei zudem Rekrutierungszentrum für das IS-nahe Abu-Walaa-Netzwerk gewesen, das die Ausreise von mindestens sieben jungen Männern in die Kampfgebiete des IS organisiert habe.[1]

[1] Vgl. Süddeutsche Zeitung (2022): „Gewächsaus des Islamismus“. In: Süddeutsche Zeitung, 11.03.2022.